Foltermuseum Wien

In einem ehemaligen Luftschutzbunker aus dem 2. Weltkrieg, direkt neben einem Flakturm befindet sich das Wiener Foltermuseum. Vergleichen mit Londoner oder Hamburger Dungeon hält es in Sachen Gruselerlebnis und Gänsehaut nicht unbedingt Stand, dennoch findet sich hier ein guter Überblick über Rechtsgeschichte, Folterwerkzeuge und die Grausamkeiten des Mittelalters.

Bei tripadvisor rangiert das Museum auf Platz 507 von 712 Aktivitäten in Wien, neben „Geisterbahn für Arme“ heißt es hier auch „Hinschauen statt wegschauen“ oder „Aus der Geschichte lernen“. Und das kann man auch: von Bäckerschupfen bis Sieden im Kessel sind sämtliche Folterszenarien mit Puppen nachgestellt, Beinschrauben, Schandflöte und Brandeisen lassen einen Schaudern. Die Eiserne Jungfrau möchte niemand ausprobieren, auch die „Tortur 3. Grades durch Streckung“ klingt wenig angenehm. Geschichten wie jene von legendären Henkerdynastien oder der einzigen Hexenbrennung in Wien – Elisabeth Plainacher im Jahr 1583 – bleiben ebenso im Gedächtnis, wie die Tatsache, dass die Mundbirne auch nach Abschaffung der Folter im Jahr 1776 noch mehr als 100 Jahre  bei tobenden Gefangenen zum Einsatz kam.

Am Pranger und am Scheiterhaufen

Im Foltermuseum

Im Foltermuseum

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1060 Wien, Esterhazypark, Fritz-Grünbaum-Platz 1, www.foltermuseum.at